Eine Fahrradtour durch Schottland, schon lange hatte ich diese Vorstellung im Kopf und endlich habe ich jemandem gefunden der diese Begeisterung dafür von Anfang an aufnahm und schlussendlich ebenso viel Spaß daran hatte wie ich selbst.
Und ja, wir werden wieder mal auf Tour gehen!
Alles in allem und kurz zusammen gefasst: Wir sind davon überzeugt, dass man so eine Reise wie wir sie unternommen haben nur mit dem Fahrrad in so einer Intensität, Dichte und Vielfältigkeit erleben kann. Von toten Tierkörpern alle paar Kilometer am Straßenrand, über die weiten, von Erika übersäten, einsamen Hochlandtäler, bis zu 20cm tiefer Kuhscheiße in der wir mit dem Rad steckengeblieben sind!
Auf jeden Fall hoffe ich, dass ihr gefallen an unseren Berichten findet und vielleicht fahren gerade wir uns irgendwann einmal im irgendwo über den Weg!
Falls jemand Fragen hat, sei es zur Tour selbst, zu unserer Ausrüstung, Transport der Fahrräder, Organisation, Quartiere, etc. so scheut euch nicht mit uns in Kontakt zu treten, wir sind gerne bereit unsere Erfahrungen mit euch zu tauschen und euch mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Das Abenteuer begann eigentlich schon ein paar Monate früher, als wir begonnen haben die Reise detailliert zu planen. Wir sind davon überzeugt, je weniger schnell man unterwegs ist, desto detaillierter sollte die Planung ausfallen. Mit dem Auto oder dem Motorrad fährt man schnell in den nächsten Ort, falls man kein Quartier findet. Mit dem Rad und dem ganzen Gepäck bedeuten 15km meist eine Stunde!
Zum einen haben wir unsere gesamte Tour vorab aufgezeichnet und genaue Etappen für das Navigationsgerät erfasst. Auch mit den Höhenprofilen, damit wir wussten, welche Anstiege uns erwarten. Das Erwartete ist dann auch meist eingetroffen, obwohl wir dann von so mancher Steilheit gewisser Anstiege doch noch überrascht wurden. Vor allem darf man nicht vergessen, dass man nicht mit dem Rennrad oder dem MTB allein unterwegs ist, sondern in meinem Fall einen Einradanhänger (7kg) und Zuladung (17-18kg), im Fall meiner Freundin Packtaschen mit sicher auch 14kg mit zu führen hat. Die Routenplanung hat sich als wirklich hilfreich herausgestellt, vor allem in den großen Städten, wo wir auch schon vorab Quartiere gebucht hatten. Da sind wir trotz Linksverkehr gefahren, als ob wir in Wien unterwegs sein würden. Auch haben wir in allen Orten wo wir nicht vorab gebucht hatten B&B’s heraus gesucht, um schneller fündig zu werden. Trotz alle dem liefen die Touren nicht ganz nach Plan und zwei mal wurde es bei der Quartiersuche ziemlich knapp, dass wir doch fast das Zelt, dass wir als eiserne Reserve mit hatten, auspacken mussten. Die Quartiere waren durchwegs passabel, einzig die Betten waren größten Teils sehr schlecht, meist Federkernmatratzen, wo man morgens meist mit Rückenschmerzen aufwachte. Die Fahrräder haben wir auf dem Hinflug am Tag vor unserer Abreise demontiert und sorgfältigst in Flugtaschen (€ 79,00/ Stk, British Airways nimmt nur Taschen oder Koffer, keine Fahrradkartons) verpackt, glaubten wir zumindest, aber trotz Taschenaufschrift „Handle with care, technical object inside“ ist man mit ihnen nicht gerade sorgfältig umgegangen. Einerseits waren die Taschen löchrig, andererseits waren Teile kaputt (Kotflügel, Kettenschutz, Telle im Rahmen eines Fahrrads, zu Hauf abgesplitteter Lack).
Vielleicht abschließend noch zum Reisetag ein paar Worte. Dieser begann schon relativ früh, denn wir hatten unseren British Airways Flug nach Aberdeen über London schon für 07.40 Uhr gebucht, da wir ursprünglich unsere Räder am Flughafen in Aberdeen zusammen bauen wollten und mit ihnen schon ins Quartier fahren wollten, aber es kommt immer anders als man es möchte.
Zum einen verspätete sich der Abflug von Wien um 1 Stunde 10 Minuten, da in London Nebel war. Auch der Weiterflug wurde auf Grund der morgentlichen Verzögerungen etwas verzögert. Auf jeden Fall sind wir gut in Aberdeen gelandet, nur unsere Räder nicht mit uns, sondern mit dem nächsten Flug. So lange wollten wir nicht am Flughafen warten und sind mit dem Taxi nach Aberdeen ins Quartier. Vorher haben wir dafür gesorgt, dass uns British Airways kostenlos die Räder ins Quartier bringt, was dann auch ganz gut geklappt hat.
So konnten wir auch am Nachmittag noch einen ersten Stadtrundgang unternehmen leider bei Regen wie ihr an den Fotos seht. Aberdeen wird auch „die graue Stadt“ genannt und jeder kann sich vorstellen, dass sich durch den Regen eine gewisse Tristesse ergibt. Nichts desto trotz haben wir auch in dieser Atmosphäre Stellen gefunden, die dem widersprechen. Alles in allem war der erste Eindruck doch sehr positiv und hat unsere Erwartungen an die Reise in die Höhe geschraubt.
Somit konnte das Abenteuer beginnen und wir freuten uns schon auf den nächsten Tag.
Skylink Irgendwo im Nirwana London im Vorbeiflug Touchdown und Vollbremsung in London London Heathrow, Terminal 5 A320 nach Aberdeen Terminal 5 von Außen Sind wir im Himmel? Springbank Terrace, Aberdeen Union Street Blick über die Stadt nice place Theatre Lane Tor Viking ll im Hafen Townhouse, Union Street strange lodge Zwerge ohne Garten? menu be a devil! church or no church, Slains Castle Flughafen Wien Schwechat London Heathrow Airport Aberdeen Airport Roselea House Slains Castle
Cool, mit dem Rad durch Schottland. Wenn Du mal wieder in der Nähe von Glasgow mit dem Fahrrad unterwegs bist, dann melde dich einfach bei mir.
John, http://www.scottish4u.com/laird-of-glencairn (lairdofglencairn)
Mit dem Fahrrad durch Schottland ist ganz bestimmt ein ganz besonderes Erlebnis. Danke für den hilfreichen Reisebericht. Habt ihr in der Zwischenzeit wieder eine Fahrradtour nach Schottland gemacht?
Lg Gerald
http://www.schottlandblog.com (Gerald Ebner)
Ja, da hast ja Glück, dass Du jetzt mich kennst! Denn am 2. Tag besserte sich das Wetter und wir haben Aberdeen auch von der anderen Seite kennen gelernt. (manitu)
Haha, kenne niemanden, der Aberdeen je bei Sonnenschein erlebt hat
(candy)