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"s'isch gäbig hie!"
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Adelboden – zahlreich sind die Legenden, wie der Ferienort im westlichen Berner Oberland zu seinem klingenden Namen kam. Einig ist man sich nie geworden, wohl aber darüber, dass die Ableitung, die vermutlich von „adeliger Boden“ kommt, sehr passend ist: Das auf 1’350 Metern gelegene, verkehrstechnisch gut erschlossene Tal ist weit, lieblich und sehr sonnig. Und wird wunderschön von Bergen wie beispielsweise der Bonderspitze oder dem Wildstrubel umrahmt – jedoch nicht eingeengt. Schon die ersten Gäste wussten die Beschaulichkeit des Ortes zu schätzen. Adelboden sei ein „viel besuchter Ort von Erholungsbedürftigen und Nerven-leidenden“, steht in einem 1902 erschienenen Reiseführer. Besiedelt wird das Engstligental selbstredend schon vor seiner touristischen Ära. Im Spätmittelalter ziehen Siedler aus den alemannischen Dörfern in die Wildnis des Tals. Aus dem Jahr 1433 datiert der Bau der Dorfkirche, deren Freskogemälde und Kirchenfenster des berühmten Schweizer Künstlers Augusto Giacometti als besonders sehenswert gelten. Ein sinniger Wandspruch ermuntert die Gläubigen: „Lasset uns nicht schlafen wie die andern“.

Heute ist Adelboden ein beliebtes Sommer- und Winterferienparadies. „Adelboden-Lenk… dänk“ zählt zu den Top-Skigebieten der Schweizer Alpen. Die Region verfügt über eine langjährige Skitradition und ein vielfältiges Pistenangebot für Anfänger und Könner. 56 Transportanlagen (185 km Skipisten, 24.5 km Langlaufloipen, Schneeschuhtrails und ein grosses Wanderwegnetz) locken Naturfreunde in die Berge, beispielsweise auf die schöne und mystische Engstligenalp, die 1996 ins Bundesarchiv der Kulturlandschaften von nationaler Bedeutung aufgenommen wurde. Dem Alpinisten ist das Hochplateau Ausgangspunkt für zahlreiche spektakuläre Touren; der Verweilende geniesst auf dem 2,5 km langen Rundweg bizarre Gesteinsformationen und sprudelndes Wasser. Ein sinnliches Erlebnis, das in Kombination mit dem wiederentdeckten Reiz- und Höhenklima auch etwa "Alpine Wellness" genannt wird. Die beiden Wasserfälle stehen seit 1948 unter Naturschutz. Wasser ist am Ende des Engstligentales seit jeher ein zentrales Element. Aus der Oeybadquelle wird das „felsige Adelbodner“ geleitet, ein an Calcium und Magnesium äusserst reiches Mineralwasser. Um Wasser dreht sich auch das Projekt „Alpenbad Adelboden“, dessen Eröffnung für 2011 geplant ist. Auf dem Gelände des ehemaligen Hotel Nevada entsteht eine grosszügige, öffentlich zugängliche Gesundheits- und Wasseroase.

Mit mondänen Schweizer Kurorten sollte man Adelboden besser nicht vergleichen. Wem nach Champagner-Laune zumute ist, ist hier am falschen Platz. Adelboden ist ein Ort der Ruhe und Geselligkeit. Ungezwungen treffen hier Einheimische und Gäste aufeinander. Die sprich-wörtliche „Adelbodner Gemütlichkeit und Gelassenheit“ wird von den Gästen sehr geschätzt.

Adelboden ist jeweils im Januar Austragungsort des FIS Ski World Cups. Der Riesenslalom am Chuenisbärgli gehört zu den Klassikern unter den alpinen Skisportveranstaltungen.
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